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Vortragsveranstaltung

anlässlich der Herausgabe der Autobiographie von Robert Lauterborn

ROBERT LAUTERBORN (1869-1952) - Ein Leben am Rhein -

Vortrag von Jörg Lange

Freitag, den 8.Mai 2009 um 19:00 Uhr

Großer Hörsaal, Institut für Biologie I (Zoologie), Hauptstrasse 1 in Freiburg

Eintritt frei

Veranstalter:

Regiowasser e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologie I (Zoologie) der Universität Freiburg und dem Badischen Landesverein für Naturkunde und Naturschutz e.V. (BLNN)

Robert Lauterborn (1869-1952)

2009 ist nun erstmals die Autobiographie von Robert Lauterborn (1869-1952) erschienen.

50 Jahre Rheinforschung

Lebensgang und Schaffen eines deutschen Naturforschers
Robert Lauterborn (1869 -1952)
RegioWasser e.V. [Hrsg.]

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39,80 EUR
(Inland incl. Versand; Ausland zzgl. Versand)
16,6 cm x 24,6 cm,
816 Seiten, gebunden
100 Fotos s/w
1. Auflage 2009
ISBN 978-3-935737-04-3

Robert Lauterborn (1869-1952) war wohl der bedeutendste Rheinforscher überhaupt. Niemand hat mit mehr Begeisterung und Engagement die Naturgeschichte des Rheingebiets erkundet. In drei Bänden, erschienen 1930, 1934 und 1938, hat Lauterborn seine Beiträge zur „erd- und naturkundlichen Erforschung des Rheins und der Rheinlande vom Altertum bis zur Gegenwart" publiziert.

Seine bislang unveröffentlichten Lebenserinnerungen komplettieren nun als vierter Band diese einzigartige Rhein-Monographie.

Dieser Band enthält neben einigen Portraits von Lauterborn mehr als 90 unveröffentlichte Photographien des Rheins von der Quelle bis zur Mündung, die Lauterborn zwischen 1907 und 1930 aufgenommen hat.

Das Buch eignet sich auch hervorragend als Geschenck!

Bestellungen an:

Lavori Verlag
Guntramstraße 8
D-79106 Freiburg i. Br.
www.lavori-verlag.de
Telefon +49-(0)-761-8973416
Fax +49-(0)-761-8973418

www.lavori-verlag.de

Publiziert mit finanzieller Unterstützung von:

Bundesamt für Umwelt, Bern (Schweiz)
Deutsche Gesellschaft für Limnologie e.V. (DGL e.V.)
Deutsche Ornithologen-Gesellschaft e.V.
Roberto Epple, European Rivers Network (ERN)
Jochen Hölzinger
Georg von Neumayer Stiftung der Pollichia e.V.
Institut für Hydrologie der Universität Freiburg
Internationale Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR)
Kulturstiftung der Kreissparkasse Rhein-Pfalz
Naturforschende Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau
Ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Arne Panesar
Regierungspräsidium Freiburg
Rolf Schlenker
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

Nach über 60 Jahren liegt er endlich vor: Der letzte Teil der ultimativen Rheinpublikation des großen Rheinforschers und Freiburger Ordinarius für Forstzoologie Prof. Dr. Robert Lauterborn (1869-1952).

Niemand hat mit mehr Begeisterung und Engagement die Naturgeschichte des Rheingebiets erforscht als Robert Lauterborn. Ohne die biologischen Bestandserhebungen von Lauterborn wüsste man sehr viel weniger über die damalige Artenvielfalt und -zusammensetzung im Rhein. In drei Bänden hat Lauterborn bis 1938 seine Forschungen zur Naturgeschichte und Naturkunde des Rheins publiziert. Vorgesehen war ein vierter Band mit seiner „Autobiographie“ als Rückblick auf sein wissenschaftliches Leben. Diese „Autobiographie“ sollte neben einer Beschreibung seiner wissenschaftlichen Reisen (außerhalb des Rheingebiets) eine 1.500 Manuskriptseiten starke Standorts-Flora und Fauna des Rheingebietes von den Quellen bis zu den Mündungsarmen des Rheins enthalten. Unzählige Fundangaben (zusammengestellt aus den über Jahrzehnte zusammengekommen Notizen seiner wissenschaftlichen Tagebücher) sind eine reiche Fundgrube für jeden Bearbeiter der Faunen- und Florengeschichte des Rheingebietes. Darüber hinaus kommen jedoch auch diejenigen auf ihre Kosten, die auf der Suche nach kulturhistorischen Angaben und liebevoll beschriebenen Details zum Fisch- und Entenfang, zum Goldwaschen oder ähnlichem mehr sind. Trotz der Fülle an Details ist es ein abgerundetes und auch literarisch lesenswertes Werk. Im Krieg war zwar noch mit dem Satz in einer Druckerei bei Nürnberg begonnen worden, so dass 1944 bereits fast ein Viertel des Manuskriptes in Korrekturenfahnen vorlag. Dann aber wurde durch einen schweren Luftangriff die Druckerei in Nürnberg völlig zerstört und damit die Herausgabe des 4. Teils seines Rheinwerkes auf unbestimmte Zeit verhindert. Aber das bildete nur den Auftakt zu noch weit Verhängnisvollerem. Denn am 8. Februar 1945 vernichtete eine
Fliegerbombe das Gebäude des Forstzoologischen Instituts in der Maximilianstraße in Freiburg und damit seine große Sammlung von Organsimen aus den verschiedensten Gewässern des Rheingebietes von der Quelle bis zur Mündung, weiter etwa 300 Fotoplatten mit Aufnahmen natürlicher Stromlandschaften und Vegetationsansichten. Dessen nicht genug wurden am 10. Februar 1945 bei einem Luftangriff auf Freiburg auch zwei Bomben geworfen, die das von Lauterborn bewohnte Haus in der Erwinstraße 27 als damals einziges des ganzen Stadtteils Wiehre völlig in einen Trümmerhaufen verwandelten, wobei seine Schwester Ella im Luftschutzkeller den Tod fand. Lauterborn verlor seine gesamte persönliche Habe, incl. seiner Bibliothek zum Rhein. Lediglich etwa 4 Kisten mit seinen “Lebenserinnerungen” konnten aus den Trümmern geborgen werden.

Dank zahlreicher Sponsoren aus Deutschland und der Schweiz konnte das fast verschollene Manuskript nun vom regio­WASSER e.V. in Freiburg bearbeitet und im Lavori-Verlag (www.lavori-verlag.de) herausgegeben werden.

aus dem Inhalt...

1 Herkunft, Kindheit und Schulzeit 1869 - 1889

2 Student und Doktor der Philosophie 1889 - 1898

3 Dozent in Heidelberg 1898 - 1918
Erforschung des Oberrheins Biologie des Stromlaufes und Abwasser-Studien, Naturschutz, Historische Pflanzen- und Tierkunde, Der Pfälzerwald, Der Donnersberg, Faunistisch-Biologische Arbeiten, Die Vegetation des Oberrheins, Die Randgebirge der Oberrheinischen Tiefebene, Die übrigen Stromstrecken Hochrhein, Bodensee, Seerhein, Alpenrhein, Mittelrhein, Niederrhein Letzte Jahre in Ludwigshafen-Heidelberg und der Weltkrieg (1914-1918)

4 Wissenschaftliche Reisen außerhalb des Rheingebietes
Illyrische Länder, Ungarn und der Internationale Botaniker---Kongreß in Wien (Mai und Juni 1905) Norwegen und Spitzbergen (August 1907) Kanarische Inseln (März/April 1908) Algerien und der Nordrand der Sahara

5 Ordinarius für Forstzoologie in Karlsruhe und Freiburg (1918-1935)
6 Rheinforschung 1918-1943
Oberrhein Stromlauf des Rheins und Kiesbänke, Altwasser und Moore der alten Rheinschlingen, Trapa und Salvinia am Oberrhein, Die Gießen, Die Trockenkiesfluren des Rheinvorlandes zwischen dem, Isteiner Klotz und Breisach, Die Flugsandfluren der unteren Rheinebene, Die stromnahen Trockenwiesen und die alten Rheindämme, Die Wälder der Rheinebene, Der Kaiserstuhl, Der Schwarzwald, Der Kampf um die Erhaltung des Altrheins Neuhofen als Naturdenkmal, Ein verlorenes botanisches Paradies der Vorderpfalz, Das Bergland der Pfalz: Hardt und Pfälzerwald, Ill und Neckar Der Hochrhein Bodensee und Seerhein Die benthopetrische Lebewelt an den unterseeischen Felswänden des Überlinger Sees, Das Mündungsgebiet des Alpenrheins am Bodensee, Das nördliche Vorland des Bodensees, Der Alpenrhein Der Schweizer-Vorarlberger Rhein, Der Quellrhein Mittel- und Niederrhein

7 Italienfahrt 1929 Bologna und Ravenna, Florenz, San Gimignano, Siena, Perugia, Assisi, Rom, Kaiser Friedrich II. der Hohenstaufer und sein Werk über die Falknerei, Umgebung von Rom, Die wissenschaftliche Betätigung Goethes in Italien

8 Im Ruhestand

9 Meine Freunde die Bücher
Goethe Jakob Burckhardt und Wilhelm Heinrich Riehl Henry David Thoreau Zum Kapitel: Der Rhein in der Dichtung Annette von Droste-Hülshoff Karl Schimper und die Palaeopoesie

10 An die jungen Freiland-Biologen

11 Das Rheinwerk und sein Schicksal